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Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für jeden Hundehalter sinnvoll

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08.03.2012 Ein Hundehalter schützt sich vor den finanziellen Folgen, eines Haftpflichtschadens, der durch seinen Hund verursacht wird, mit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.

 
Die Hundehalterhaftpflichtversicherung ist zwar nur für bestimmte Rassen (“Kampfhunde”) und in manchen Bundesländern pflichtgemäß abzuschließen, Experten empfehlen sie aber grundsätzlich für jeden vierbeinigen Freund. Denn das instinktiv handelnde Tier kann immer Schäden verursachen, die durch eine private Haftpflichtversicherung keinesfalls abgedeckt werden. Diese schützt nur vor Schäden durch sehr kleine Haustiere wie etwa der Katze oder des Ziervogels. Für Hunde, Pferde und andere größere Tiere springt die Tierhalterhaftpflicht siehe: Tierhalterhaftpflichtversicherung Vergleich ein.
 
Warum Hundehalterhaftpflicht?
Wenn Ihr Hund ein Kleinkind oder einen Senioren erschreckt und die Person unglücklich stürzt, ist der Schaden schon geschehen. Dafür kann der Hund wirklich nur “gespielt” haben. Ohne Haftpflichtpolice wird das für Sie als Hundehalter unter Umständen sehr teuer, schlimmstenfalls ist es definitiv nicht zu bezahlen. Wenn Ihr Hund gar jemanden beißt, können daraus Schmerzensgeldforderungen und Krankenhauskosten resultieren, die wesentlich höher ausfallen, als man sich das normalerweise vorstellt. Doch auch kleine Hunde richten Schäden an, sei es der zerbissene Teppich in einer Ferienwohnung, sei es das unerwartete Überqueren der Straße mit nachfolgendem Verkehrsunfall. Vor solchen Schäden schützt keine private Haftpflichtversicherung.

Leistungen der Hundehalterhaftpflicht
Die Hundehalterhaftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor den Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die sein Tier angerichtet hat. Damit die Versicherung im Ernstfall genügt, sollten Sie als Hundebesitzer eine Police mit großzügiger Deckungssumme wählen.
Sachschäden können entstehen, wenn der Hund durch spontanes Verhalten etwa einen Unfall verursacht, der ein Auto beschädigt. Erleidet der Fahrer dabei ein Schleudertrauma, kommt der Personenschaden hinzu. Echte Vermögensschäden hingegen entstehen ohne Beteiligung eines Sachschadens. Der Hund könnte den Straßenverkehr aufhalten, wodurch ein Fracht nicht pünktlich geliefert wird, er könnte auch die Kundschaft eines Geschäftes verbellen, wodurch der Inhaber einen Vermögensschaden erleidet.

Zusätzliche Leistungen der Hundehalterhaftpflicht
Viele Versicherer dehnen den Schutz umfangreich und dabei modular aus. Zu den häufigsten Zusatzleistungen zählen:
-Fremdhüterrisiko: Sollte ein Schaden entstehen, während eine andere Person (nicht Sie als Halter, auch kein Familienangehöriger) den Hund ausführt, besteht dennoch Versicherungsschutz.
-Verzicht auf Maulkorb- und Leinenzwang: Der Hund ist auch versichert, wenn er nicht angeleint und ohne Maulkorb einen Schaden anrichtet.
-Teilnahme an Wettkämpfen
-Ungewollter Deckakt
-Versicherung von Welpen
-Erweiterter Auslandsschutz: Die meisten Policen gewähren den Auslandsschutz auf begrenzte Zeit und nur für Europa. Diese Begrenzungen können aufgehoben werden.

Abschluss der Versicherung
Durch einen Vergleich kostenloser Hundehaftpflichtversicherung Vergleich ist schnell zu ermitteln, welche Police den günstigsten Schutz bietet. Wenn diese gefunden ist, kann die Police online beantragt werden. Die Versicherung sendet die Unterlagen zu oder stellt sie gleich per PDF zum Download bereit. Der Versicherer prüft die Angaben des Hundebesitzers und bestätigt den Antrag, damit ist der Hund versichert.

Kündigung einer Police
Jede Police hat eine Vertragslaufzeit und kann drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt werden. Nach Vertragsbeginn kann eine ein- oder zweijährige Sperrfrist vorliegen, in welcher nicht gekündigt werden kann. Danach sind jährliche Kündigungen möglich. In der Regel ist das Versicherungsjahr mit dem Vertragsjahr identisch. Wurde die Versicherung beispielsweise im Mai abgeschlossen, kann sie nach der Sperrfrist stets zum 30.06. gekündigt werden, das späteste Datum hierfür wäre der 31.03. Kündigungen sollte der Versicherer schriftlich bestätigen, zur Sicherheit wird ein Einschreiben gewählt.
Bei Vertragsänderungen haben Sie als Hundehalter Sonderkündigungsrechte. Die bekannteste Änderung ist die Beitragserhöhung, aber auch veränderte Leistungen kommen infrage. Eine Sonderkündigung kann einen Monat nach Zugang der Vertragsänderung an die Versicherung geschickt werden.
Auch nach einem Schadensfall kann von beiden Seiten gekündigt werden, unabhängig von der Regulierung des Schadens. Die Frist hierfür beträgt ebenfalls ein Monat. Bei unterjähriger Kündigung werden allerdings schon gezahlte Beiträge nicht erstattet.

Versicherungspflicht für Listenhunde (Kampfhunde)
In verschiedenen Bundesländern gilt eine Versicherungspflicht für sogenannte Listenhunde, wobei sich die aufgeführten Listen teilweise erheblich unterscheiden. Sowohl die einzelnen Rassen als auch deren Kategorisierung weisen Differenzierungen zwischen einzelnen Ländern auf, auch haben die einzelnen Landesregierungen einen jeweils eigenen Maßnahmekatalog für den Umgang mit den Listenhunden festgelegt. Die Maßnahmen können neben der vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung auch einen Leinen- und Maulkorbzwang sowie vorgeschriebenen Wesenstests enthalten. Selbst einzelne Kommunen erlassen Sondervorschriften. So kann in einer Kleinstadt der Maulkorbzwang entfallen, im Nachbarort hingegen nicht. Die Versicherungsgesellschaften nehmen daher in ihre Vertragsbedingungen bei Wegfall des Leinen- und Maulkorbzwangs stets den Passus auf: “Soweit dies der örtlichen Gesetzeslage entspricht.”
Da die Vorschriften so differenziert ausfallen, müssen sich Hundehalter vor Ort nach den geltenden Regelungen erkundigen. Die Bundesländer, in denen eine Haftpflichtversicherung für bestimmte Listenhunde gilt, sind: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
In der Regel wird eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro für Personenschäden vorgeschrieben (Ausnahmen: Sachsen und Sachsen-Anhalt je eine Million Euro für Personenschäden). Auch für Sachschäden darf die Deckung nicht unter 250.000 Euro liegen.